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Gastroenterologie

Was ist Gastroenterologie?

Kurz gesagt, ist die Gastroenterologie die Lehre von den Erkrankungen der Verdauungsorgane. Die Bezeichnung leitet sich von den griechischen Wörtern

"gaster" = Magen  / "enteron" = Darm  / "logos" = die Rede

ab. Wörtlich übersetzt ist Gastroenterologie also „die Rede von Magen und Darm“. Dies fasst aber den Rahmen des Fachgebietes zu klein. Neben den Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm einschließlich der Enddarmregion stehen außerdem Leber, Gallenblase, Gallenwege und Bauchspeicheldrüse sowie die Ernährungsmedizin im Blickpunkt dieser medizinischen Fachrichtung. Einige Beispiele für diesbezügliche Erkrankungen sind:

u.v.m.

Einen besonderen Schwerpunkt gastroenterologischer Diagnostik stellt die Endoskopie, also die Spiegelung der Hohlorgane des Verdauungssystems, dar. Diese bietet neben der reinen Diagnostik auch die Möglichkeit verschiedener therapeutischer Verfahren, wie z.B. die Stillung von Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt und die Entfernung gut- und bösartiger Veränderungen (Polypen). Mehr zur Endoskopie finden Sie unter dem links stehenden Menüpunkt „Endoskopie".

Neben der Endoskopie gehören auch die Sonographie (Ultraschall), Funktionsuntersuchungen des Magen-Darm-Traktes, Laboruntersuchungen und natürlich Anamnese, körperliche Untersuchung und Beratung zu den Tätigkeiten des Gastroenterologen.

Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, die sich ganz allgemein mit den inneren Organen und deren Erkrankungen befasst. Die ärztliche Ausbildung zum Gastroenterologen setzt daher nach dem Studium und der Approbation als Arzt zunächst die mehrjährige Facharztweiterbildung zum Arzt für Innere Medizin (Internist) voraus, an die sich dann eine weitere mehrjährige Spezialisierung zum Arzt für Gastroenterologie anschließt.

Der Gastroenterologe ist somit ein als „Bauchmediziner“ spezialisierter Internist, der eng mit Chirurgen und anderen Fachdisziplinen (z.B. Gynäkologie, Urologie, Radiologie) zusammenarbeitet.